Verbreitete Namen:

H (Eitsch), Schore, Gift, Braunes.

heroinDurch die Aktivierung des Belohnungszentrums im Gehirn und die überwältigende psychische Wirkung, die der Konsum von Heroin mit sich bringt, wird das regelmäßige Einnehmen der Droge sehr schnell unverzichtbar. Die Folge davon ist eine hohe körperliche und psychische Abhängigkeit. Heroin zählt zu den Substanzen mit dem höchsten Gewöhnungspotenzial überhaupt.

Der Entzug von der Droge nach einer bereits entwickelten Abhängigkeit ist mit Schmerzen verbunden (Übelkeit, Krämpfe, extreme Gliederschmerzen, Erbrechen, Appetitverlust und chronische Schlaflosigkeit), stellt jedoch keine Gefahr für das Leben des Betroffenen dar. Die genannten Entzugssymptome können drei bis zehn Tage andauern. Eine Ausnahme stellen die Schlafstörungen dar, die dem Betroffenen ohne Behandlung eine längere Zeit zu schaffen machen können.

Zusatzinfo:

Nach der Heroinspritze wird ein Teil der Gebraucher schläfrig, während andere Konsumenten extrem gesprächig werden.

Bei höheren Dosierungen schlummert man meist dahin, die Augen fallen zu, der Kopf neigt sich gegen den Brustkorb. Weitere körperliche Symptome von Heroin sind Schwitzen, Juckreiz, Verstopfung, häufiges Urinieren, eine Verlangsamung der Atem- und Herzfrequenz. Die Körpertemperatur der Konsumenten ist niedriger als sonst.

Wirkungsweise bei Einnahme:

Die chemische Einwirkung der Droge verursacht einen Euphoriezustand. Heroin wirkt dadurch schmerzlindernd, angstlösend und beruhigend und bringt ein Gefühl der Gelassenheit und Selbstzufriedenheit mit sich. Der schlafähnliche Zustand kann von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden anhalten. Während das Heroin auf einen chronisch abhängigen Menschen eine stimulierende Wirkung hat und für ihn irgendwann eine Art Voraussetzung darstellt, seinen Alltag zu überstehen und seiner Arbeit und Tätigkeiten nachzugehen, macht es den Erstkonsumenten kraftlos.
Optische Form: weißes bzw. weißliches Pulver oder braune Klumpen mit bitterem Geschmack.

Einnahmeart:

Oraler Konsum, Sniefen, überwiegend jedoch in Form von Rauchen oder intravenösem Konsum als Injektion (Spritzen).