Kurze Biografie:

Der schweizerische Chemiker Albert Hoffmann synthesierte 1938 erstmals die Lysergsäure – das Präparat, das wir heute unter dem Namen LSD kennen. Seine Anhänger erklärten daraufhin den Beginn einer neuen Ära in der Behandlung psychischer Erkrankungen. Aber während diese Ära ausgeblieben ist, begann eine andere – die des massenhaften Drogenkonsums.

Einsatzgebiet: Partydroge

Art: Psychostimulantien

Wirkungsweise:

LSDDie Wirkung von LSD, auch „Acid“ genannt, erfolgt nach einem kurzen latenten Zeitraum, dauert im Durchschnitt von zehn Minuten bis drei Stunden an und wird auch als „Trip“, also Reise bezeichnet. Abhängig von der Persönlichkeitsstruktur, Dosierung, Einnahmeart sowie psychologischer Verfassung kann diese „Reise“ in einzelnen Fällen bis zu drei Tagen oder auch Wochen andauern. Die Intensität der Wirkung von LSD erhöht sich bei geschlossenen Augen, bei Umlegen einer Augenbinde sowie bei gleichzeitigem Musikhören. Dabei kann man eine Vielfalt von unterschiedlichen, persönlichkeitsabhängigen Reaktionen beobachten. Als das am meisten verbreitete Phänomen bei LSD-Konsum beschreibt man die Veränderung in der zeitlichen und räumlichen Wahrnehmung. Dabei werden zum Beispiel kurze Zeitabschnitte als lange Phasen erlebt. Manchmal meint man, dass die Zeit ganz stillsteht, dann wiederum vermischt sich die Reihenfolge bestimmter Ereignisse im Bewusstsein. Durch die im Rausch erlebten depressiven Gedanken und negativen Halluzinationen besteht eine Suizidgefahr. Auch kann LSD bereits nach der einmaligen Einnahme eine Schizophrenie oder Psychose auslösen.

Anzeichen:

Die ersten Anzeichen psychischer Störungen erfolgen nach ca. 15-30 Min. nach der Einnahme und erinnern die meisten an einen leicht angetrunkenen Zustand. Danach folgt eine Phase in der sich die Betroffenen sehr schwach fühlen und Schwierigkeiten haben, ihren Körper zu bewegen. Neben optischen Halluzinationen lassen sich auch Illusionen und Halluzinationen im Geruchs- und Tastsinnbereich beobachten. Das akustische Sinnesgebiet bleibt weitgehend ausgespart. Die Denkweise wird verändert – vor allem indem das Denktempo mal verlangsamt, mal wieder beschleunigt wird. Weiterhin können sich Ängste, Wahnvorstellungen und Paranoia einstellen.

LSD1Bei starker Toxizität kommt es zu Schwindelanfällen, Erbrechen, Speichelabsonderung, Ataxie, niedrigem Blutdruck, Atemlähmung. Die Pupillen sind erweitert, die Haut reagiert mit Pigmentierung. Besonders gefährlich kann der Konsum der Droge durch den Kontrollverlust, die Überschätzung eigener Kräfte und die gleichzeitige geringe Gefahreneinschätzung werden.

Im Jahre 1938 entdeckt, bleibt LSD nach wie vor eine der bedeutendsten Drogen unter Psychostimulantien und eine der stärksten stimmungsverändernden Chemikalien. Es wird aus Lysergsäure hergestellt, die vom Mutterkornpilz abgesondert wird, der auf Roggen und anderem Getreide wächst. Bereits ein Einhundertstel Mikrogramm kann eine Drogenwirkung herbeiführen.

Aussehen:

LSD ist geruchlos, farblos und hat keinen Geschmack. Es wird auf Aufkleber, Zuckerstücke, meist aber auf saugfähiges Papier, wie zum Beispiel Löschpapier aufgetragen, das in kleine dekorierte Quadrate von einem Zentimeter, was einer Dosis entspricht, aufgeteilt wird.

Einnahmeart:

In der Regel durch den Mund, indem man die Papierstücke unter oder auf die Zunge legt. Eher selten wird die Droge durch Injektion verabreicht.