metadon 2Das vollsynthetisch hergestellte Opioid mit dem Namen Methadon hat nicht die euphorisierende Wirkung von Heroin, mindert aber die schmerzhaften Symptome bei Abstinenz davon sowie den unbezwingbaren Wunsch Opiate zu konsumieren. Die Entzugserscheinungen beim Verzicht darauf erweisen sich als langfristiger und schwerwiegender als die bei Verzicht auf Heroin. Methadon wurde zum ersten Mal in Deutschland während des Zweiten Weltkrieges hergestellt als schmerzstillendes Mittel, das als Ersatz für Heroin und Morphin dienen sollte. Seitdem wurde es von mehreren Staatssystemen mit dem Ziel eingesetzt, dass die Heroinabhängigen das "illegale Heroin" durch das "legale Methadon" ersetzen. Dabei muss die Methadondosis täglich eingenommen werden, weil die Betroffenen andernfalls mit heftigen Entzugssymptomen rechnen müssen, die sie alleine nicht mehr bewältigen können (der Entzug von Methadon kann mehr als vier Wochen dauern, während eine Woche Abstinenz bei Heroinentzug in der Regel ausreichend ist).

Einige Kliniken stellen die drogensüchtige Person auf Methadon ein und schleichen die Dosierung dann langsam aus um den Körper letztendlich zu entgiften. Diese Methode ist jedoch erfolglos. Ähnlich wie auch Heroin, sammelt sich das Methadon mit jeder Dosierung im menschlichen Organismus an und erhöht somit seine Intoxikation.
Symptome bei Konsum: Hilft dem Heroinkonsumenten dabei sich wieder "normal" zu fühlen, wobei seine Haut jedoch im Laufe der Zeit einen gelblich-wachsfarbigen Ton annimmt. Langfristige Folgen zeigen sich in starken Knochenschmerzen (weil das Methadon dem Organismus weitgehend das Calzium entzieht) sowie bei Frauen in Menstruationszyklusproblemen.
Einnahme: Orale Einnahme in flüssiger Form. Oftmals wird das Mittel zu Hause intravenös oder auch in Form eines Mischkonsums mit Heroin eingenommen. Die Drogenkonsumenten erwarten sich vom gleichzeitigen Beikonsum anderer Rauschmittel einen eigenen und besonderen Kick.