Keine Mutter und kein Vater der Welt wünscht ihrem/seinem Kind das Dasein einer/eines Drogensüchtigen.

Drogensucht ist ein langsamer Selbstmord. Wenn ein Mensch vorhat sich das Leben zu nehmen, nimmt er sich vor, es so schnell wie nur möglich hinter sich zu bringen. Oftmals hält ihn lediglich die Angst vor einem qualvollen Tod zurück. Eine drogenabhängige Person nimmt sich ebenfalls das Leben – auf eine bewusste, langwierige und scherzvolle Art und Weise.

Drogensucht ist eine Abhängigkeit vom Konsum der Drogenmittel und von Empfindungen, die diese auslösen. Unter dem Einfluss dieser Mittel fühlt sich der Mensch längere Zeit in einen euphorischen Zustand versetzt, worauf aber stets eine andere Befindlichkeitsphase folgt. Die einzige Möglichkeit für den Abhängigen dann die auftretenden Entzugsschmerzen zu vermeiden, ist ein Nachschub an Drogen. Die höchst angenehmen Empfindungen werden abgelöst von qualvollen Symptomen, welchen man ab liebsten davonlaufen würde, was an der Stelle aber nicht mehr möglich ist. Die Schmerzen treiben den Betroffenen dazu, nach einer neuen und in der Regel ein wenig höheren Dosis zu suchen.

Die Droge steht an erster Stelle im Leben von abhängigen Menschen. Ihre Prioritäten und ihr Ansporn sind nicht natürliche Gefühle und Prioritäten von Menschen wie Liebe, Familie, Kinder und Freunde, sondern ein chemisches Präparat.

marixuanaDie heute am meisten verbreitete Droge ist der Hanf. Durch die transparente Grenze zwischen Deutschland und Holland, wo man die Droge auf legale Art und Weise in jedem Coffeeshop erwerben kann, ist Cannabis für die Konsumenten (auch bekannt unter Haschisch, Marihuana, Gras, Joint) leicht zugänglich. Nach einer gewissen Zeit des Haschischnehmens entwickelt man eine Gewöhnung, die zum einen die Erhöhung der Dosis erfordert, zum anderen aber auch heißen kann, dass man anfängt mit einer neuen, stärkeren Droge zu experimentieren. Um das Wohlbefinden, das die Süchtigen in den Drogen suchen, zu erreichen, sind Viele bereit, jedes Rauschmittel auszuprobieren, das es gibt. Gerade deswegen ist es derart wichtig, bei Cannabis im Kampf gegen Drogen anzusetzen anstatt diesen als eine leichte Droge darzustellen. Denn das Haschischrauchen stellt viel zu oft den Einstieg in die Abhängigkeit von harten Drogen dar.

Die Drogensucht kann sich für gewöhnlich nicht nach einem einmaligen Konsum entwickeln, soweit kein starkes Drogenmittel eingenommen wird. Die Gewöhnungsphase dauert in der Regel ungefähr sechs Monate lang. Eltern oder Freunde können dem Betroffenen frühzeitig helfen, wenn ihnen folgende Anzeichen auffallen:

Plötzliche Stimmungsschwankungen der Person, die weder vom Wetter, noch von irgendwelchen zwischenmenschlichen Konflikten und Beziehungen abhängig sind. Den Angehörigen scheint es, als gäbe es keinerlei Anlass für einen Stimmungsumschwung, der Mensch aber ist mal gereizt und niedergeschlagen, mal wieder überglücklich und euphorisch ohne Grund.

LSD1Veränderung des Schlafrhythmus: Während der Mensch in der Vergangenheit früh zu Bett gegangen ist und auch früh aufgestanden ist, kann es sich in der Gewöhnungsphase dahingehend wandeln, dass er nun tagsüber schläfrig und müde ist und abends sowie nachts fit und munter scheint.

Veränderung des Appetit: Der Betroffene isst im Vergleich zu früher viel mehr bzw. viel weniger, oder er isst sehr unregelmäßig. Er hat auch keine Lust, für sich zu kochen.

Veränderung von Essmanieren: Jemand, der früher langsam und genussvoll gegessen hat, isst plötzlich schnell und begierig.

Störung des gewöhnlichen Tagesablaufs: Der Betroffene kommt immer seltener heim. Zu Hause ist er verglichen zu seiner früheren Aktivität sehr reduziert.

All diese Anzeichen können Ihnen zwar helfen, eine Abhängigkeit festzustellen, bleiben aber dabei auf einer sehr allgemeinen Ebene. Eines dieser Anzeichen sagt noch nicht aus, dass Ihr Angehöriger drogensüchtig ist. Dennoch kann man die Abhängigkeit erkennen, wenn man sein Kind oder seinen Freund genau beobachtet.

Falls Sie der Meinung sind, dass Sie mit einem Gespräch bei ihrem Angehörigen etwas erreichen können, versuchen Sie ihn auf das Thema anzusprechen. Im Gesprächsverlauf kann man leicht feststellen, ob er tatsächlich mit Drogen zu tun hat. Sobald Sie darauf zu sprechen kommen, wird es unter Umständen eine längere Pause zwischen der Frage und der Antwort darauf geben. Der Betroffene wird unter Umständen versuchen von der Antwort abzuwenden und in seinen Reaktionen auf Ihre Fragen sehr langsam werden. Sogar Ihre einfachste konfrontative Frage wird er oft weder schnell noch genau beantworten können.

Ob sich ein Mensch gerade im Rauschzustand befindet lässt sich anhand seiner Augen feststellen. Die Pupillen sind meist entweder übermäßig erweitert oder verengt. Gewöhnlich wandelt sich ihre Form bei Verwunderung oder Erschrecken, hier aber trägt die Drogeneinwirkung zur Verwirrung des Bewusstseins bei und löst diese Symptome aus.

Jemand der erst seit kurzem mit Drogen zu tun hat, möchte am wenigsten die Achtung seiner Angehörigen verlieren und versucht aufgrund dessen den Kontakt nach Möglichkeit zu unterbinden oder einzuschränken, damit den anderen nichts verdächtiges auffällt. Das kann soweit gehen, dass der Mensch seine Eltern und Freunde ignoriert und gezielt nach Vorwänden sucht, um ihnen aus dem Weg zu gehen, beispielsweise auf Versuche mit ihm zu sprechen beleidigt und gereizt reagiert.

Sobald der Drogensüchtige nicht aus dem Haus geht und somit auf seine Dosis verzichtet, bekommt er Schlafstörungen, wird unruhig und leicht erregbar, seine Haut reagiert mit Ausschlag. Eine mögliche Folge ist der Schnupfen, der allerdings von den Abhängigen oft einem Grippe-Infekt zugeschrieben wird. Nach circa sechs Stunden bekommt derjenige starke Kopfschmerzen und Muskelkrämpfe, er fährt mit den Händen immer wieder über seine Muskeln. Nach einer gewissen Zeit folgt dann eine Phase der Bewegungslosigkeit, eine Art Schwebezustand zwischen Schlaf und Wachsein.

Diesen von schmerzhaften Erscheinungen begleiteten Zustand der plötzlichen Abstinenz von Drogen bezeichnet man als Entzug.

Es gibt die weitläufige Meinung, dass die Entzugsphase tödlich enden kann. In der Realität gab es bislang kaum derartige Todesfälle, und wenn, dann hatten diese einen anderen Hintergrund. Drogensüchtige können versuchen ihre Qualen zu übertreiben, damit man ihnen hilft, an eine neue Dosis heranzukommen. Tatsächlich sind die Entzugserscheinungen der Süchtigen sehr schmerzhafter Natur, was aber nicht heißt, dass das Besorgen der Droge einen Ausweg darstellt. Erfolglos bleiben aber auch die Versuche, den Betroffenen von den Rauschmitteln zu isolieren und ihn leiden zu lassen.

In der Entzugszeit braucht der Organismus des Menschen viele Vitamine und Mineralien. Der Abhängige kann für einige Tage vollkommen auf die Nahrung verzichten. Der Entzug wird begleitet von Appetitmangel und Magen-Darm-Beschwerden. Als nächstes folgt die Phase des Kraftverlustes und einer Depression, die alles grau erscheinen lässt und in der den Süchtigen nichts erfreut außer dem Gedanken an eine weitere Drogendosis.

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